Baroque-Perlen - die Freaks der Perlenwelt
Während viele Perlen perfekt rund wachsen sollen, entscheidet sich die Natur dagegen und erschafft Formen, die surreal wirken. Durch Reizungen der Muschel, z.B. durch ein Sandkorn, durch Bewegungen und Umwelteinflüsse, lagert sich das Perlmutt in der Muschel ungleichmäßig ab und die Perle wächst in unerwartete Richtungen. Es entstehen verdrehte Formen, Wellen, Ausbuchtungen oder tropfenförmige Gebilde. Auf der unebenen Oberfläche der Perle entstehen spannende Lichtspiele.
Barockperlen sind also nicht perfekt. Sie sind besser als perfekt. Sie sind wild, unberechenbar, einzigartig.
Keshi-Perlen - die Rebellen der Perlenwelt
Die Entstehung der Perle ist ein Zufall der Natur. Der normalerweise eingesetzte Kern in einer Muschel um gleichmäßig runde Perlen zu bilden, wird manchmal von der Muschel sabotiert. Der Kern wird ausgestoßen, die Muschel produziert aber weiterhin Perlmutt - unvorhersehbar und frei in Form. Die Perlen sind 4 bis 12 mm groß und sehen aus wie kleine Wolken, Blätter oder Mini-Skulpturen. Jede Perle eine Unikat, als hätte die Muschel eine Kunstwerk geschaffen und sie bestehen aus 100% Perlmutt mit schönem Glanz (Lüster).
Diese kleinen Naturkunstwerke zeigen, dass manchmal gerade das Ungeplante das Schönste ist.
Tahiti-Perlen - die Diven der Perlenwelt
Tahiti-Perlen wachsen in den Lagunen Französisch-Polynesiens in der Schwarzlippen-Auster. Und sie fallen auf: Nicht durch klassisches Perlweiß, sondern durch ihre von Natur aus dunklen, changierenden Farben. Ihr Spektrum reicht von Silber und Grau über Anthrazit bis zu Grün, Petrol und Violett. Je nach Licht zeigt ihr Lüster immer wieder andere Nuancen – mal kühl und metallisch, mal geheimnisvoll dunkel. Feine Wachstumsmerkmale, kleine Unregelmäßigkeiten und individuelle Strukturen gehören dazu. Keine makellose Gleichförmigkeit, sondern Perlen mit Präsenz.
Diven eben: dunkel, wandelbar und mit einer ziemlich natürlichen Begabung für große Auftritte.